{"id":463,"date":"2025-07-27T12:17:22","date_gmt":"2025-07-27T10:17:22","guid":{"rendered":"https:\/\/kunstturmwolfratshausen.de\/?p=463"},"modified":"2025-07-27T12:17:22","modified_gmt":"2025-07-27T10:17:22","slug":"hyosook-moon-und-hamit-cordan-zeigen-werke-im-kunstturm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstturmwolfratshausen.de\/?p=463","title":{"rendered":"Hyosook Moon und Hamit Cordan zeigen Werke im Kunstturm"},"content":{"rendered":"\n<p><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/wolfratshausen\/wolfratshausen-ausstellung-resonanz-hyosook-moon-hamid-cordan-kunstturm-li.3256563\">sueddeutsche.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wolfratshausen: Hyosook Moon und Hamit Cordan zeigen Werke im Kunstturm<\/strong><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Eine Reise ins Universum kann man derzeit in Wolfratshausen erleben. Die unendlich fernen Planeten sind hier zum Greifen nah. Ob Saturn, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Uranus oder Neptun \u2013 sie alle sind aus feinstem Kupferdraht gearbeitet, durchl\u00e4ssig, durchsichtig und zart schweben sie von der Decke des Kunstturms. Nur der kleinste ist fest an der Decke angebracht. Dabei handelt es sich um den Asteroiden B-612, den Heimatplaneten des \u201eKleinen Prinzen\u201c, auf dem er seine geliebte Rose pflegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim genauen Hinsehen entdeckt der Betrachter, dass die Planeten aus unendlich vielen \u201eDraht-Manschgerln\u201c bestehen. So nennt die koreanische K\u00fcnstlerin Hyosook Moon ihre etwa zehn Zentimeter gro\u00dfen Figuren. \u201eWir allein bewirken gar nichts, doch zusammen k\u00f6nnen wir viel erreichen\u201c, erkl\u00e4rt sie. Im dritten Stock befindet sich das \u00fcber vier Meter lange Werk \u201eZum Mond\u201c, das aus scheinbar unendlich vielen Kupferpl\u00e4ttchen zusammengeschwei\u00dft wurde. Ab und zu kann man eine L\u00fccke erkennen. \u201eEs w\u00e4chst noch weiter\u201c, erkl\u00e4rt Hyosook Moon. Viele ihrer Werke bleiben bewusst im Prozess, sind nie wirklich abgeschlossen oder werden \u00fcber Jahre hinweg weiterentwickelt. Ihre Technik ist das Autogenschwei\u00dfen an der offenen Flamme, das viel Kraft und Ausdauer verlangt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"671\" src=\"https:\/\/kunstturmwolfratshausen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Hamit-Moon-1024x671.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-464\" srcset=\"https:\/\/kunstturmwolfratshausen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Hamit-Moon-1024x671.jpg 1024w, https:\/\/kunstturmwolfratshausen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Hamit-Moon-300x197.jpg 300w, https:\/\/kunstturmwolfratshausen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Hamit-Moon-768x503.jpg 768w, https:\/\/kunstturmwolfratshausen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Hamit-Moon.jpg 1172w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>\u201eMachtgewalt 1, 2 und 3\u201c hei\u00dfen diese Skulpturen der koreanisch-st\u00e4mmigen K\u00fcnstlerin Hyosook Moon. (Foto: Hartmut P\u00f6stges)<\/p>\n\n\n\n<p>Derzeit sind die Werke der koreanischen Bildhauerin zusammen mit den Bildern von Hamid Cordan auf drei Etagen im Kunstturm am Schwankl-Eck in Wolfratshausen zu sehen, noch bis 15. Juni. Die Ausstellung tr\u00e4gt den Titel \u201eUnbekannte Resonanz\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Cordans Bilderwelten bieten Betrachtern eine geistige Erkundungstour. Flattert da ein Vogel durch das Bild? Oder sieht der Betrachter die Erde aus der Vogelperspektive? Hamid Cordan l\u00e4dt zur Entdeckung ein. \u201eViele meiner Werke entfalten ihre Wirkung erst auf den zweiten Blick. Die Leute bemerken immer wieder etwas Neues\u201c, sagt der K\u00fcnstler. Seine technische Entwicklung kann man in der Ausstellung gut nachvollziehen. So zeigt er neben zwei Bildern, die zu seiner Diplomarbeit geh\u00f6rten, auch aktuelle Werke. Ein zentrales Element seines Schaffens sind handkolorierte Tiefdrucke, f\u00fcr die er Reliefs mit einer Presse in angefeuchtetes B\u00fcttenpapier einpr\u00e4gt. Die Drucke koloriert er anschlie\u00dfend individuell und schafft so Unikate. \u201eDrei Schritte zur Sonne\u201c ist der Titel eines kleinformatigen Bildes aus dem Jahr 2020.<\/p>\n\n\n\n<p>Cordans technische Innovationsfreude spiegelt sich nicht nur in der Entwicklung neuer Drucktechniken, sondern auch in seinen 3D-Skulpturen wider. Er stellt beispielsweise das Werk \u201eDance, dance, day and night\u201c aus dem Jahr 2023 aus. Das Werk ist farbenfroh und dynamisch. Eher grafisch ist hingegen das Bild \u201eIt goes on and on_M 3D\u201c, das im Erdgeschoss h\u00e4ngt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"913\" height=\"736\" src=\"https:\/\/kunstturmwolfratshausen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/dance-dance-day-and-night.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-470\" srcset=\"https:\/\/kunstturmwolfratshausen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/dance-dance-day-and-night.jpg 913w, https:\/\/kunstturmwolfratshausen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/dance-dance-day-and-night-300x242.jpg 300w, https:\/\/kunstturmwolfratshausen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/dance-dance-day-and-night-768x619.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 913px) 100vw, 913px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>\u201eDance, dance day and night\u201c hei\u00dft dieses Werk von Hamid Cordan. (Foto: Hartmut P\u00f6stges)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"605\" src=\"https:\/\/kunstturmwolfratshausen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/it-goes-on-1024x605.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-469\" srcset=\"https:\/\/kunstturmwolfratshausen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/it-goes-on-1024x605.jpg 1024w, https:\/\/kunstturmwolfratshausen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/it-goes-on-300x177.jpg 300w, https:\/\/kunstturmwolfratshausen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/it-goes-on-768x453.jpg 768w, https:\/\/kunstturmwolfratshausen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/it-goes-on.jpg 1094w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Diese eher grafische Arbeit hat Hamit Cordan \u201e it goes on and on_M 3D\u201c genannt. (Foto: Hartmut P\u00f6stges)<\/p>\n\n\n\n<p>Dort sind auch die vier gro\u00dfen Kupferarbeiten von Hyosook Moon ausgestellt. Sie sind jeweils zwei Meter hoch und eineinhalb Meter breit und stellen die vier Kontinente dar. F\u00fcr Nordamerika hat sie rechteckige Kupferpl\u00e4ttchen aneinandergel\u00f6tet. \u201eDas sind H\u00e4user und G\u00e4rten, alles ist sehr geordnet\u201c, sagt die K\u00fcnstlerin. F\u00fcr den asiatischen Kontinent verwendet sie dagegen wieder ihre \u201eDraht-Manschgerln\u201c und bezeichnet Asien als \u00fcberbev\u00f6lkert, durchl\u00e4ssig, lebendig und offen. So kann der Betrachter durch das Kunstwerk hindurch auf die Marktstra\u00dfe blicken.<\/p>\n\n\n\n<p>Europa ist wieder ganz anders: Hier ist kein Durchkommen, die kleinen Kupferplatten sind eng aneinandergeschwei\u00dft. \u201eEuropa ist dicht und hat viel Geschichte\u201c, erl\u00e4utert sie. Auf dem afrikanischen Kontinent sieht das wieder anders aus. Die K\u00fcnstlerin hat die Figuren aus der Metallplatte herausgearbeitet. \u201eDie Menschen in Afrika sind dynamisch, temperamentvoll und fr\u00f6hlich\u201c, erkl\u00e4rt sie.<\/p>\n\n\n\n\n\n<p>Den Kontinent Asien hat Hyosook Moon als Geflecht aus kleinen Drahtmenschen dargestellt, durch das der Betrachter auf die Marktstra\u00dfe blicken kann (Ausschnitt). (Foto: Hartmut P\u00f6stges)<\/p>\n\n\n\n<p>Beide K\u00fcnstler haben an der Akademie der Bildenden K\u00fcnste in M\u00fcnchen studiert. Der in Wolfratshausen lebende Hamid Cordan war Sch\u00fcler von Mac Zimmermann, Robin Page, J\u00fcrgen Reipka und Sir Eduardo Paolozzi, bei dem er 1983 als Assistent in London arbeitete. Neben der k\u00fcnstlerischen T\u00e4tigkeit entwickelte Cordan deutsche und europ\u00e4ische Patente. Seine Botschaft lautet: \u201eEs geht immer weiter, Stillstand ist keine Option, weder im Leben noch in der Kunst\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Die in S\u00fcdkorea geborene Hyosook Moon studierte in Seoul und M\u00fcnchen. Sie war Dozentin an der Kunsthochschule in Seoul bevor sie sich aus famili\u00e4ren Gr\u00fcnden in M\u00fcnchen als freie K\u00fcnstlerin niederlie\u00df. Ihre Werke wurden unter anderem im Haus der Kunst gezeigt. Sie ist Kunstpreistr\u00e4gerin in M\u00fcnchen und Bad W\u00f6rishofen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eUnbekannte Resonanz\u201c, Werke von Hyosook Moon und Hamit Cordan, Kunstturm am Obermarkt 33, \u00d6ffnungszeiten: Donnerstag bis Sonntag 14 bis 18 Uhr. Am Sonntag, 1. Juni, findet eine Finissage statt, die Ausstellung ist jedoch bis 15. Juni verl\u00e4ngert worden.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>sueddeutsche.de Wolfratshausen: Hyosook Moon und Hamit Cordan zeigen Werke im Kunstturm Eine Reise ins Universum kann man derzeit in Wolfratshausen erleben. Die unendlich fernen Planeten sind hier zum Greifen nah. 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